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| Bundeswehr-Kriege? Ohne uns! |
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| Montag, 01. März 2010 um 22:11 Uhr |
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Alman Silahlı Kuvvetleri Savaşıyor – Biz Olmadan! Seit dem Kosovo-Krieg 1999 mischt die Bundeswehr (BW) auf vielen internationalen Kriegsschauplätzen wieder kräftig mit: In Afghanistan, am Horn von Afrika oder im Kongo, um nur einige zu nennen. Für diese Einsätze benötigt die Deutsche Armee unentwegt neue Soldaten und rührt daher, besonders an Schulen und Ausbildungsstätten, kräftig die Werbetrommel. Bundeswehr zwingt SchülerSo geschehen im Dezember des letzten Jahres am Paulsen-Gymnasium in Steglitz: Die gesammelten 12. und 13. Klassen mussten dort zu einer Pflichtstunde in der Aula antreten. Von einem Jugendoffizier sollten diese dann mit Slogans wie „Du suchst Zukunft? Wir bieten sie!“ in die Reihen der BW oder ihrer Sympathisanten gelotst werden. Die Schüler baten uns um Hilfe und wir wollten uns einmischen. Lästige Fragensteller schmecken der BW aber gar nicht und mit tatkräftiger Unterstützung der Polizei wurden wir dann von der Veranstaltung ferngehalten. Nicht nur toleriert, sondern auch ausdrücklich erwünscht werden solche „Informationsveranstaltungen“ vom Steglitzer Bezirksparlament (BVV). Viele von uns sehen sich nach Schulabschluss oder Ausbildung mit der Angst vor Hartz IV oder Warteschleifen konfrontiert. Die BW verspricht uns hingegen scheinbar sichere Arbeits- und Studienplätze und zieht ihre Werbung im Stile eines bezahlten Abenteuercamps für Erwachsene auf. Doch dass wir zu Killermaschinen herangezüchtet werden sollen, die die menschenverachtende Kriegspolitik der BRD voranzutreiben haben, wird totgeschwiegen. Ebenso reden die Jugendoffiziere nicht gerne über die 76 deutschen Soldaten, die in Auslandseinsätzen bisher ihr Leben lassen mussten oder von den Tausenden Opfern der zivilen Bevölkerungen in den bekriegten Ländern. Aufbauhilfe in Tarnfarbe?Auch gibt sich die BW gerne den Anstrich des Aufbauhelfers in Uniform und rechtfertigt ihre Kriege mit angeblicher humanitärer Hilfe. Die geleistete Entwicklungshilfe z. B. in Afghanistan beträgt allerdings nur 10% der Gesamtkosten des Krieges. Ebenso braucht man keine Panzer zum Brot backen und keine Kampfjets zum Kindergärten bauen: Die BW ist in ihren Einsätzen damit beschäftigt strategisch wichtige Ziele zu schützen, die der Deutschen Wirtschaft potentielle Milliardenprofite ermöglichen. Im Weißbuch der BW steht es unverhohlen und selbst die konservative FAZ bringt es auf den Punkt: „Deutschland leistet seinen Beitrag zur Aufrechterhaltung der herrschenden Weltordnung, von der es profitiert wie wenig andere Länder.“ Bundeswehr weltweitEin Beispiel ist die Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Pipeline, die Deutschland vom Ölexporteur Russland unabhängig machen soll. Doch auch der Einsatz der Deutschen Marine am Horn von Afrika dient lediglich dazu, die Seewege für die Öltanker freizuhalten. Die Politik der Rohstoffsicherung geht aber weit über Afghanistan und das Öl hinaus: Während der Fußball-WM 2006 marschierten 760 Deutsche Soldaten – angeblich zur Sicherung der Wahlen – in den Kongo ein, das große Mengen an Coltan, Kupfer und Cobalt besitzt. Diese sollte der Kongo auch weiterhin unter dem selben Präsidenten zu Spottpreisen an die BRD verscherbeln, denn auch die USA und China haben große wirtschaftliche Ambitionen in Afrika. Dem zuvorzukommen, ist eine strategische Hauptaufgabe der kriegerischen Außenpolitik der BRD. Stoppt die Auslandseinsätze, weg mit der Bundeswehr!SDAJ Berlin |






