Solidarität mit den streikenden TEKEL-ArbeiterInnen! Drucken E-Mail
Mittwoch, 03. Februar 2010 um 15:41 Uhr

Weiter bis zum Generalstreik

Seit Mitte Dezember protestieren rund 12.000 Beschäftigte der Tabakindustrie (TEKEL) gegen die Folgen der Privatisierung. TEKEL wurde schrittweise an das Tabakmonopol British American Tobacco verkauft. Kern der aktuellen Proteste bildet das Vorhaben der türkischen Regierung, landesweit 40 Produktionsstätten zu schließen und die rund 12.000 TEKEL-ArbeiterInnen in andere Betriebe zu transferieren. Der Belegschaft drohen massive Gehaltskürzungen, der Verlust von tariflichen und sozialen Rechten sowie die Verankerung ungesicherter und befristeter Beschäftigungsverhältnisse. Die Kolleginnen und Kollegen zelten bei eiskaltem Wetter auf Straßen von Ankara.

Trotz des Einsatzes von Wasserwerfern und Pfefferspray durch die Polizei halten die TEKEL-ArbeiterInnen seit Wochen an ihrem Protest fest. Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst, die bis heute kein Recht auf Streik und Tarifverträge besitzen, stehen geschlossen zu ihren TEKEL-KollegInnen. Der Protest der TEKEL-ArbeiterInnen ist auch in den Führungsetagen der Gewerkschaftszentrale der Türk-Is angekommen. Die breite Solidarität zwingt die Gewerkschaften zu einer aktiven Unterstützung. Erstmalig in ihrer Geschichte hat die Führung des Gewerkschaftsdachverbandes Türk-Is beschlossen zeitlich unbefristeten Protestaktionen durchzuführen. Sechs Gewerkschaften (Türk Is, DISK, KESK, Hak Is, Türkiye Kamu Sen, Memur Sen) sind zusammengekommen und haben sich entschieden einen Generalstreik zu organisieren.

Der Arbeitskampf der  TEKEL-Beschäftigten hat breite gesellschaftliche und politische Kreise erreicht. Landesweit kämpfen tausende Menschen mit den Tekel-ArbeiterInnen für einen gesetzlichen Mindestlohn, gegen prekäre Beschäftigung, für das Verbot der Leiharbeit, für eine kostenfreie Gesundheitsversorgung und für die Abschaffung von Studiengebühren. Sie alle sind Teil des TEKEL-Protestes geworden. Es gibt auch eine breite Unterstützung außerhalb der Türkei.

Deshalb, rufen wir alle FreundInnen, KollegInnen, MitstreiterInnen und GewerkschafterInnen auf sich mit dem Kampf der Tekel-KollegInnen zu solidarisieren. Solidaritätsgrüße bitten wir Euch an folgende Mailadresse zu senden: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.   Ihr könnt den Kampf der KollegInnen mit Spenden unterstützen.

Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ruft zur Solidarität und Spenden auf: SEB Hamburg, BLZ: 200 101 11, Kontonr. 113 202 6600, Stichwort: Soli-Tekel

Wir unterstützen den Widerstand der Tekel - KollegInnen!
Internationale Solidarität ist unsere Stärke!

SOLIDARITÄTSKOMITEE MIT TEKEL - KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN

Mustafa Yeni (AK Migration IG Metall-Berlin), Daniel Wucherpfennig (DGB Jugend-Berlin), Hüseyin Akyurt (BR, BSHG, IG Metall-Berlin), Peter Schrott (Stellv. Vorsitzender Ver.di Bezirk-Berlin), Erdogan Kaya (AK Migration ver.di, Berlin-Brandenburg), Ferda Sönmez (BR, Daimler, Ortsverwaltung IG Metall-Berlin), Dogan Börühan (BR, Visteon, IG Metall-Berlin), Mustafa Efe (BR, Daimler, IG Metall-Berlin) ...